Recruiting kostet Geld — keine Frage. Aber wie viel sollten Sie investieren? Und was kostet es, wenn Sie es nicht tun? Ein realistischer Blick auf die Zahlen.

Die versteckten Kosten einer unbesetzten Stelle

Bevor wir über Recruiting-Budgets sprechen, lohnt sich ein Blick auf die Kosten des Nicht-Handelns. Eine unbesetzte MFA-Stelle kostet Ihre Praxis im Schnitt 2.000 bis 4.000 Euro pro Monat — durch Überstunden, Produktivitätsverlust und reduzierte Patientenzahlen. Bei einer durchschnittlichen Vakanzzeit von 6 Monaten summiert sich das auf 12.000 bis 24.000 Euro.

Klassische Recruiting-Kanäle und ihre Kosten

  • Jobbörsen (StepStone, Indeed): 500 — 1.500€ pro Anzeige für 30 Tage
  • Zeitungsanzeigen: 300 — 800€ je nach Region und Größe
  • Personalvermittler: 15 — 25% des Jahresgehalts (bei MFA: 4.000 — 8.000€)
  • Arbeitsagentur: Kostenlos, aber oft mit langer Wartezeit und wenig passenden Kandidaten

Moderne Kanäle: Mehr Ergebnis für weniger Budget

  • Social Media Ads (Instagram/Facebook): 300 — 1.500€ pro Kampagne, Reichweite: 5.000 — 50.000 Personen
  • Karriereseite optimieren: Einmalig 500 — 2.000€, langfristiger Nutzen
  • Mitarbeiterempfehlungs-Programm: 200 — 500€ Prämie pro erfolgreicher Empfehlung
  • Employer Branding Content: 0€ (DIY) bis 1.000€ (professionell)

Empfohlenes Budget nach Praxisgröße

Praxisgröße Monatliches Budget Jährliches Budget
Einzelpraxis (1–3 MFA) 200 — 500€ 2.400 — 6.000€
Gemeinschaftspraxis (4–8 MFA) 500 — 1.000€ 6.000 — 12.000€
MVZ / Klinik (8+ MFA) 1.000 — 3.000€ 12.000 — 36.000€

Der ROI von Recruiting-Investitionen

Rechnen wir konservativ: Eine Social-Media-Kampagne für 1.000€ bringt im Schnitt 5 bis 15 qualifizierte Bewerbungen. Eine erfolgreiche Einstellung spart Ihnen 12.000 bis 24.000€ an Vakanzkosten und 30.000€ an potenziellen Fehlbesetzungskosten. Der Return on Investment ist damit außerordentlich hoch.

Fazit

Recruiting ist eine Investition, keine Ausgabe. Wer strategisch plant und moderne Kanäle nutzt, bekommt deutlich mehr Ergebnis für sein Budget als mit klassischen Methoden. Der Schlüssel liegt in der richtigen Kombination aus Employer Branding, Social Media und einem optimierten Bewerbungsprozess.

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